Wenn im deutschen Biathlon die Staffelübergabe an der Schießbahn stattfindet, schaut die ganze Wintersport-Welt hin. Seit April 2026 steht mit Sandra Flunger erstmals seit 36 Jahren wieder eine Frau als Cheftrainerin an der Spitze der deutschen Biathlon-Frauen – ein Wechsel, der das Trainerteam neu aufstellt. Wer aktuell die Fäden zieht, welche Trainer Geschichte geschrieben haben und wie man selbst in den Beruf einsteigt, erfahren Sie hier.

Erste weibliche Cheftrainerin seit 36 Jahren: Sandra Flunger ·
Assistenz-Trainer mit sechs Jahren Erfahrung: Denny Andritzke ·
Geburtsjahr von Wolfgang Pichler: 1955 ·
Trainer-C-Ausbildung angeboten vom: DSV

Kurzüberblick

1Bestätigte Fakten
2Was unklar ist
3Zeitleisten-Signal
4Wie es weitergeht
  • Neue Ära unter Flunger und Andritzke
  • Ausbildungsweg zum Trainer bleibt über DSV möglich

Die wichtigsten Trainer-Positionen auf einen Blick.

Die wichtigsten Fakten zu den Biathlon-Trainern auf einen Blick.
Merkmal Wert
Aktuelle Cheftrainerin Frauen Sandra Flunger (seit April 2026)
Assistenz-Trainer Denny Andritzke
Deutscher Trainer im Ausland Wolfgang Pichler (Schweden)
Trainer-C-Ausbildung DSV

Wer ist der Trainer der deutschen Frauen-Biathlonmannschaft?

Sandra Flunger: Die neue Cheftrainerin

Seit April 2026 führt Sandra Flunger die deutschen Biathlon-Frauen als Cheftrainerin. Die Österreicherin ist die erste Frau in dieser Position seit 36 Jahren, wie Sportschau (öffentlich-rechtlicher Sender) berichtet. Sie tritt die Nachfolge von Kristian Mehringer an, der nach acht Jahren als Trainer der Frauen das Team verließ.

Was das bedeutet

Mit Flunger setzt der Deutsche Skiverband ein Signal: Nach 36 Jahren ohne Frau an der Spitze bekommt das Trainerteam eine neue Perspektive – und eine Chefin, die selbst aus dem Leistungssport kommt.

Denny Andritzke: Der Assistenz-Trainer

An der Seite von Sandra Flunger steht Denny Andritzke als neuer Co-Trainer. Andritzke bringt sechs Jahre Erfahrung als Trainer in Deutschland mit, bestätigt Sportschau (öffentlich-rechtlicher Sender). Gemeinsam bilden sie das neue Führungsduo für die Frauenmannschaft.

Vorgänger und Hintergründe

Kristian Mehringer und Sverre Olsbu Röiseland verließen das Team der deutschen Biathletinnen nach der schwachen Olympia-Saison, wie ZDFheute (öffentlich-rechtlicher Sender) meldet. Mehringer war acht Jahre dabei, Röiseland vier Jahre. Während Mehringer eine andere Position im Verband übernehmen soll, kehrt Röiseland nach Norwegen zurück, so Deutschlandfunk (öffentlich-rechtlicher Sender).

Der Deutsche Skiverband hatte die Nachfolge zunächst noch nicht geregelt, berichtet ZDFheute (öffentlich-rechtlicher Sender). Mit Flunger und Andritzke ist die Lücke nun geschlossen.

Fazit: Das Trainerteam der deutschen Frauen ist komplett neu aufgestellt. Für die Athletinnen bedeutet das frische Impulse – und eine Cheftrainerin, die als erste Frau seit 36 Jahren Geschichte schreibt.

Was das bedeutet: Mit Flunger und Andritzke setzt der DSV auf eine Mischung aus Erfahrung und neuen Perspektiven – ein Signal für die Zukunft des Frauen-Biathlons.

Welche ehemaligen Biathlon-Trainer hat Deutschland?

Wolfgang Pichler: Erfolge in Schweden

Wolfgang Pichler, geboren 1955, ist ein deutscher Biathlon- und Langlauftrainer, der insbesondere in Schweden Erfolge feierte. Laut Wikipedia (freie Enzyklopädie) trainierte er unter anderem die schwedische Nationalmannschaft und prägte eine ganze Generation von Athleten.

Andere bekannte deutsche Trainer

Die Liste der deutschen Biathlon-Trainer ist lang. Die Wikipedia-Kategorie (freie Enzyklopädie) führt Namen wie Marion Bald, Tanja Bauer, Manfred Beer, Andreas Birnbacher, Harald Böse und Roman Böttcher auf. Viele von ihnen waren selbst aktive Biathleten, bevor sie an der Schießbahn als Trainer arbeiteten.

Trainer der Männer-Nationalmannschaft

Die größte Umstrukturierung im Jahr 2022 gab es laut Biathlonworld (offizieller Weltverband) in Deutschland. Alex Inderst wurde neuer Cheftrainer der Weltcup-Mannschaft und koordinierte Männer- und Frauenmannschaft. Rafal Lepel übernahm den Cheftrainer-Posten bei den Männern.

Fazit: Deutschland hat eine reiche Tradition an Trainern, die oft aus dem eigenen Athletenkreis stammen. Der Wechsel von Wolfgang Pichler nach Schweden zeigt, dass deutsche Trainer international gefragt sind.

Das Muster: Deutsche Trainer sind nicht nur im heimischen Verband gefragt, sondern auch international ein gefragtes Gut.

Welche internationalen Biathlon-Trainer sind bekannt?

Trainer der norwegischen Biathlon-Mannschaft

Norwegen setzt traditionell auf eigene Trainer. Marte Olsbu Røiseland wird von einem norwegischen Trainer betreut – ihr Ehemann Sverre Olsbu Röiseland war zuvor vier Jahre lang Trainer der deutschen Frauen, wie Deutschlandfunk (öffentlich-rechtlicher Sender) berichtet. Nach seinem Abschied aus Deutschland kehrte er nach Norwegen zurück.

Uros Velepec: Slowenischer Trainer

Uros Velepec ist ein slowenischer Biathlontrainer, der 2022 vom DSV verpflichtet wurde. Zusammen mit Sverre Röiseland setzte der Verband auf zwei Trainer aus dem Ausland, wie Biathlonworld (offizieller Weltverband) dokumentiert. Velepec brachte internationale Erfahrung mit.

Trainer von Marte Olsbu Røiseland

Die norwegische Spitzenbiathletin Marte Olsbu Røiseland wird von einem norwegischen Trainerteam betreut. Ihr Mann Sverre war bis 2026 Teil des deutschen Trainerstabs, kehrte dann aber in die Heimat zurück.

Der internationale Trend

Immer mehr Verbände holen Trainer aus dem Ausland – der DSV machte 2022 mit Röiseland und Velepec den Anfang. Der Trend zeigt: Gute Trainer sind weltweit gefragt, und Nationalität spielt eine immer kleinere Rolle.

Der Trend: Die Nationalität eines Trainers wird zunehmend unwichtiger – entscheidend sind Kompetenz und Erfahrung.

Welche Biathletin ist die berühmteste und wer trainiert sie?

Die berühmteste Biathletin: Magdalena Neuner oder Laura Dahlmeier?

Die Frage nach der berühmtesten Biathletin ist subjektiv. Magdalena Neuner und Laura Dahlmeier gelten als die erfolgreichsten deutschen Biathletinnen – beide wurden von deutschen Trainern betreut. Neuner beendete ihre Karriere 2012, Dahlmeier 2019. Ihre Trainer waren Teil des DSV-Systems.

Lisa Vittozzi: Italienische Spitzenbiathletin und ihre Trainer

Lisa Vittozzi ist eine italienische Biathletin, die von italienischen Trainern betreut wird. Sie gehört zu den erfolgreichsten Athletinnen der letzten Jahre und zeigt, wie wichtig ein stabiles Trainerumfeld für Spitzenleistungen ist.

Einfluss der Trainer auf den Erfolg

Der Erfolg einer Biathletin hängt maßgeblich vom Trainer ab. Die Umstrukturierung im deutschen Team zeigt, wie sensibel das Verhältnis zwischen Athlet und Trainer ist – und wie schnell sich Erfolgskurven ändern können. Ähnlich wie bei der Nations League Frauen hängt auch im Biathlon viel vom Trainerteam ab.

Wie wird man Biathlon-Trainer in Deutschland?

Ausbildung zum Trainer C beim DSV

Der Deutsche Skiverband (DSV) bietet eine Trainer-C-Ausbildung im Biathlon an. Diese richtet sich an Vereins- und Regionstrainer, die erste Schritte in der Trainer-Laufbahn machen wollen. Die Ausbildung umfasst theoretische und praktische Module.

  1. Trainer-C-Lizenz erwerben – die erste Stufe der Ausbildung für Vereins- und Regionstrainer, angeboten vom DSV.
  2. Erfahrung im Verein oder Landeskader sammeln – der klassische Weg, um praktische Kompetenz aufzubauen.
  3. Aufbau-Lizenzen absolvieren – von Trainer B bis zur Trainer-A-Lizenz (Leistungssport).
  4. In die Nationalmannschaft aufsteigen – der Karrierehöhepunkt für Biathlon-Trainer in Deutschland.

Voraussetzungen und Lizenzstufen

Die Trainer-Lizenzstufen reichen von Trainer C (Basis) über Trainer B bis zu Trainer A (Leistungssport). Voraussetzung ist in der Regel eine aktive Sportkarriere oder eine abgeschlossene Übungsleiter-Ausbildung. Der DSV legt Wert auf pädagogische und fachliche Kompetenz.

Karrierewege

Viele ehemalige Biathleten werden Trainer – so wie Andreas Birnbacher oder Harald Böse. Der Weg führt oft über den Verein, den Landeskader bis hin zur Nationalmannschaft. Die Bezahlung variiert: Ein Biathlon-Trainer im Angestelltenverhältnis verdient je nach Erfahrung und Position. Vergleichbare Aufstiegswege gibt es auch bei der Frauen-EM 2025, wo Trainerstrukturen ebenfalls über mehrere Stufen führen.

Fazit: Wer Biathlon-Trainer werden will, startet mit der Trainer-C-Lizenz beim DSV. Der Weg ist klar strukturiert – aber ohne eigene Erfahrung im Leistungssport wird es schwer, ganz nach oben zu kommen.

Die Krux: Ohne eigene Spitzensport-Erfahrung ist der Aufstieg in die Nationalmannschaft schwer, aber nicht unmöglich.

Der wahrscheinlich einflussreichste Trainer der jüngeren Biathlon-Geschichte ist der Franzose Biathlon-Trainer Siegfried Mazet, der die norwegische Herrenmannschaft jahrelang dominierte.

Häufig gestellte Fragen

Seit wann ist Sandra Flunger Cheftrainerin?

Seit April 2026. Sie trat die Nachfolge von Kristian Mehringer an, wie Sportschau (öffentlich-rechtlicher Sender) berichtet.

Was ist die Trainer-C-Lizenz?

Die Trainer-C-Lizenz ist die erste Stufe der Trainerausbildung im Biathlon, angeboten vom DSV. Sie richtet sich an Vereins- und Regionstrainer.

Welche Nationalität hat Uros Velepec?

Uros Velepec ist slowenischer Biathlontrainer, der 2022 vom DSV verpflichtet wurde, wie Biathlonworld (offizieller Weltverband) dokumentiert.

Hat Denny Andritzke selbst Biathlon betrieben?

Darüber liegen keine bestätigten Informationen vor. Bekannt ist, dass er sechs Jahre Erfahrung als Trainer in Deutschland hat.

Wann wurde Wolfgang Pichler geboren?

Wolfgang Pichler wurde 1955 geboren, wie Wikipedia (freie Enzyklopädie) angibt.

Wie viele Trainer gibt es in der deutschen Biathlon-Nationalmannschaft?

Die genaue Zahl variiert. Aktuell sind Sandra Flunger (Cheftrainerin Frauen) und Denny Andritzke (Assistenz-Trainer) die bekanntesten Namen. Dazu kommen Trainer für die Männer und Nachwuchsteams.

Gibt es einen Biathlon-Trainer, der kürzlich gestorben ist?

In den aktuellen Recherchen gibt es keine bestätigten Informationen über einen kürzlich verstorbenen Biathlon-Trainer.

Die Trainerlandschaft im Biathlon ist im Wandel – und für den deutschen Wintersport steht viel auf dem Spiel. Mit Sandra Flunger als erster Cheftrainerin seit 36 Jahren und Denny Andritzke an ihrer Seite hat der DSV ein klares Zeichen gesetzt. Für angehende Trainer in Deutschland ist der Weg über die DSV-Ausbildung der klassische Einstieg. Die Frage ist nicht, ob neue Gesichter kommen – sondern ob sie die Erfolge der Vergangenheit fortsetzen können.